Freitag, 9. November 2012

Night of the living Dead (1990)

(c) 2000 Columbia TriStar Home Video
Inhalt:

Barbara besucht mit ihrem älteren Bruder auf einem abgelegenen Friedhof das Grab ihrer verstorbenen Mutter.
Kurz darauf werden beide von einem Zombie angegriffen.
Barbara kann fliehen, ihr Bruder allerdings wird gebissen und bleibt zurück.
Auf ihrer Flucht findet sich ein altes, isoliertes Farmerhaus indem Barbara einige andere Überlebende findet.
Sie verbarrikadieren sich, doch in der Nacht werden sie umkreist von einer unvorstellbar großen Meute an menschenfleischfressenden Zombies, aufgewacht von den Toten und gierig nach Menschenfleisch.

Meinung:

Night of the living Dead ist Tom Savinis Kinodebüt und einer der besten Beweise, dass nicht jedes Remake automatisch schlecht sein muss, ganz im Gegenteil, wie auch Romeros Original aus den 60ern weiß auch Savinis Version durch atmosphärisch dichten Bildern und einer beklemmenden Grundstimmung zu überzeugen.
(c) 1990 Columbia Pictures Industries, Inc.
Bei seiner Neuinterpretation des Zombies-Stoffes hält Savini sich ziemlich eng an die Vorlage, durch gewisse Änderungen, vorallem beim Ende, kopiert er aber nicht einfach stumpf das Original, sondern drückt dem Remake gekonnt seinen eigenen Stempel auf.
Die Zombies sehen, wie man es von Savini gewohnt ist, ziemlich gut aus, die Effekte sind überraschenderweise recht harmlos ausgefallen, die Beschlagnahme wundert da umso mehr, sehen allerdings ebenso gut aus wie die Zombies es tun.
Tony Todd, den meisten durch seine Rolle als Candyman bekannt, macht seine Rolle ebenso gut wie alle anderen Schauspieler.
Keiner von ihnen wirkt deplatziert oder fällt negativ auf.
Insgesamt ein sehr guter Zombiefilm, der eigentlich nichts falsch macht und gut unterhalten kann.

08/10

(c) 1990 Columbia Pictures Industries, Inc.

Skyfall (2012)

(c) 2012 Sony Pictures Releasing GmbH

Inhalt:

In James Bond 007 – Skyfall gerät James Bond (Daniel Craig) im Geheimdienst Ihrer Majestät in die Schusslinie. Diesmal wird seine Loyalität auf die Probe gestellt, denn seine Auftraggeberin M (Judi Dench) ist in arger Bedrängnis. Eine Liste mit den Namen verdeckter Agenten in verschiedensten Terrororganisationen wurde gestohlen. Jetzt wird schrittweise deren Inhalt veröffentlicht und der MI6 mit weiteren Veröffentlichungen erpresst. Die Konsequenzen der Enttarnung sind tödlich. M ist jedes Mittel recht, die Liste zurück in die Tresore des MI6 zu befördern, auch wenn dies bedeutet, einen ihrer besten Agenten zu opfern. Dennoch nimmt 007 die Ermittlungen auf, die ihn bald auf die Spur des zwielichtigen Silver (Javier Bardem) führen. Wie hoch wird der Preis sein, den James Bond in Skyfall dafür zahlen muss, den MI6 gegen die neue Bedrohung zu verteidigen? 
(c) 2012 Sony Pictures Releasing GmbH
 
(c) 2012 Sony Pictures Releasing GmbH

Meinung:

Der 23te der offiziellen, von EON produzierten, James Bond-Verfilmungen musste natürlich etwas ganz besonderes werden.
Nicht nur, dass James Bond nun mittlerweile stolze 50 Jahre aufweisen kann, Sam Mendes ist mit Skyfall ein fast perfekter Bond gelungen, der es schafft den alten Charme der klassischen Bond-Filme durch unzählige Anspielungen und Gags einzufangen und dennoch durch die dargestellte Bedrohung des gesichtlosen Feindes, den Cyberterrorismus äußerst aktuell ist.
Mendes passt sich dem aktuellen Zeitgeist an, so setzt Skyfall, ähnlich wie die aktuellen Batman-Verfilmungen von Christopher Nolan, nicht mehr auf comichafte, übertriebene Action, sondern auf beinharten Realismus.
Dem Zuschauer wird einiges an harter Action geboten, zwischendurch bleibt der Film aber recht ruhig, fast schon ein wenig melancholisch und wehmütig und irgendwie ein wenig klassisch, so wie es Mendes auch versprochen hatte, einen klassischen James Bond abzuliefern.
Dabei kann der Film durch einige wunderschöne Aufnahmen aufwarten, die richtige Gänsehautmomente erzeugen, nie war ein Bond Film optisch schöner als Skyfall.
Sei es die bunt erleuchtete Skyline von Shanghai, die wilde Verfolgungsjagd über den Dächern von Istanbul, das verregnete London oder die wunderbaren Landschaftsaufnahmen eines düsteren und nebeligen Schottland - der Film sieht einfach wunderschön aus.

(c) 2012 Sony Pictures Releasing GmbH

Skyfall schafft durch seine unzähligen Anspielungen und seiner neuen realistischen Art den perfekten Spagat zwischen altmodischen James Bond-Charme und aktuellen Zeitgeist.
Auch das aufwendig inszenierte Intro ist wie gewohnt einfach klasse und mit dem Titelsong von Adele einfach perfekt unterlegt.
Meiner Meinung nach der beste Bond seit Sean Connery.
Fast perfekt, was genau zur Perfektion fehlt kann ich allerdings auch nicht sagen, irgendwie fehlt etwas.

09/10

Montag, 5. November 2012

Nekro (1998)

Inhalt:

In einem typisch amerikanischer Vorort fährt ein blauer Van die Aufahrt zu einem Haus hinauf.
Ein Mann, verhüllt mit einem Kapuzenpulli steigt hinaus und geht zum Kofferraum, in der eine gefesselte, junge Frau liegt.
Er schleppt sie in sein dreckiges, etwas heruntergekommenes Haus und schleift sie die Treppe hoch, in einem abgedunkelten Raum, welcher mit Plastikfolien ausgelegt ist.
Als der Mann den Raum verlässt, um ein Fleischermesser zu holen kommt die Frau wieder zu sich und kann nur erahnen, welche Grauen ihr noch blüht...

Meinung:

Schmudeliger 15-Minuten Kurzfilm aus dem Jahr 1998 von Mick Nards und Vince Roth.
Mike Nards spielt einen irren Killer, welcher Frauen entführt, diese bestialisch absticht, um sich anschließend an deren Leiche zu vergehen.
Das ganze Szenario ist unterlegt mit einem ständigen Grunzen, Schreien, Stöhnen sowie verzerrten Stimmen und erinnert hierbei stark an die Stimmverzerrung, die auch Lucifer Valentine in seiner Vomit Gore Trilogie genutzt hat.
Dadurch wirkt alles irgendwie satanistisch und bedrückend und umso schmutziger.
Ziemlich belangloser und stumpfer Film, der durch seine seltsamen Soundeffekte und seiner schlechten Qualität ziemlich schnell für Kopfschmerzen sorgen dürfte.
Glücklicherweise geht der Film ja nur 15 Minuten...

01/10

The Lady in the Sea of Blood (19??)

(c) unbekannt
 Inhalt:

Eine junge, japanische Frau putzt sich im Badezimmer die Zähne.
Erschrocken stellt sie fest, dass sie dabei im Mund blutet.
Nachdem die junge Frau sich die Zähne geputzt hat, geht sie duschen um sich anschließend mit Blut einzureiben, bis hier ganzer Körper blutrot ist.
Sie beginnt sich auf dem Badezimmerboden in dem Blut zu suhlen, dabei lacht sie hysterisch.
Anschließend duscht sie erneut und bleibt regungslos auf dem Boden liegen.

Meinung:

Ich weiß echt absolut nicht, was ich von dem Film halten soll.
Die Inhaltsangabe klingt zwar blöd, gibt aber genau das wieder, was im Film passiert.
Es gibt keine Dialoge, der Film ist insgesamt sehr ruhig gehalten.
Lediglich das Geräusch des auf den Boden prasselnden Wassers sowie das hysterische Lachen der Frau sind zu hören.
Es gibt keinerlei Erklärung, was das Ganze soll, wieso das passiert und überhaupt, es macht keinen Sinn.
Man kann den Film eigentlich in einem Satz zusammenfassen.
"Frau besudelt sich mit Blut", das war's.
Kann natürlich sein, dass es sich bei diesen 30-minütigen, japanischen Amateurfilm um einen absonderlichen Fetischfilm handelt, sicher bin ich mir da nicht.
An der Stelle frage ich mich manchmal, warum ich mir so was immer und immer wieder antue, aber irgendwie scheine ich ja ein Faible für sonderbare Filme zu haben. 

(c) unbekannt
Leider ist über den Film nicht viel bekannt, weder das Produktionsjahr noch der Regisseur sind bekannt.
Auch über die Schauspielerin konnte ich leider nichts in Erfahrung bringen
Zumindest bin ich aus dem recht kurzen Abspann nicht schlau geworden (Sollte einer meiner Leser über gute Japanisch-Kenntnisse verfügen und den Abspann übersetzen wollen, wäre ich übrigens sehr dankbar. Vielleicht würde das ein wenig Licht ins Dunkel bringen...).
Auch auf bekannten Filmportalen wie imdb oder ofdb ist leider nichts über diesen Film zu erfahren.
Auf eine Bewertung verzichte ich an dieser Stelle ebenfalls, dafür ist der Film zu "sinnlos".

Entdeckt: Netzkino.de

Heute will ich euch eine Seite vorstellen, die ich vor kurzem selber erst entdeckt habe und die, meiner Meinung nach, eine super Sache ist.
Es handelt sich dabei um die Seite www.netzkino.de auf der man völlig legal und kostenlos unzählige Spielfilme gucken kann.
Soweit ich weiß, handelt es sich um das wirklich einzige legale und kostenlose Angebot dieser Art im deutsprachigen Raum.
So bietet Netzkino zwar nicht die größte Filmsammlung, allerdings ist die Auswahl an Filmen schon beachtlich und es kommen ständig weitere Titel hinzu.
Von Action, über Bollywood, Klassiker, Liebesfilme, Komödien, Horrorfilme und auch Filme in Originalton ist hierbei alles vertreten.
Die Filme sind hierbei übrigens nicht billige und alte Public Domain-Filme in schlechter Qualität, sondern durchaus auch hochwertige Filme, sowie aktuelle Neuveröffentlichungen.
Die Qualität ist durchweg positiv und einige Filme gibt es sogar in HD.

Heutzutage ist man natürlich skeptisch, wie soetwas kostenlos und dabei vorallem legal sein kann.
Dies ist allerdings ganz leicht zu erklären.
Netzkino finanziert sich ausschließlich durch Werbung, die vor, nach sowie hin und wieder zwischen dem Film geschaltet wird.
Werbung ist sicherlich etwas nervig, hält sich dabei allerdings auf Netzkino echt im Rahmen.
Netzkino funktioniert daher also fast wie Free-TV, nur das man sich das Programm selbst auswählen kann.

Da Netzkino eine deutsche Seite ist, muss man sich natürlich auch an die deutschen Jugendschutzgesetze halten, so kann man FSK 16-Filme erst ab 22:00 Uhr und FSK 18-Filme erst ab 23 Uhr anschauen, so wie im normalen Free-TV eben auch erst Filme mit dieser Freigabe um diese Uhrzeit laufen dürfen.

Eine Registrierung ist übrigens ebenfalls nicht nötig.

Wie gesagt, meiner Meinung nach eine super Sache und spätestens jetzt gibt es definitiv keine Ausrede mehr für so manche Leute, sich Filme illegal auf einschlägigen Internetseiten anzuschauen...

Samstag, 3. November 2012

Da kommt was großes auf uns zu... Sharknado!

Die Leute von The Asylum sind ja nicht gerade für hochwertige Produktionen bekannt, am laufenden Fließband produzieren sie dabei allerlei auf Zelloloid gebannten Schwachsinn.
im Fahrtwasser von Produktionen wie Sand Sharks und Sharktopus kommt jetzt der nächste Schwachsinn, der so unglaublich blöd ist, dass ich es einfach posten muss.

Die Rede ist hier von Sharknado!

Ja genau, ihr habt richtig gelesen, ein Film mit einem übergroßen Hai-Tornado!
Wenn das mal nichts ist.

Bisher ist leider nur ein Poster aufgetaucht, weitere Details gibt es bisher noch nicht, sobald der Film aber auf DVD erhältlich ist, werde ich ausführlich berichten, versprochen!

(c) unbekannt
Quelle: www.shocktillyoudrop.com

Quelle: shocktillyoudrop.com

Freitag, 2. November 2012

Sucker Punch (2011)

(c) 2011 Warner Bros. Entertainment Inc.
Inhalt:

Der Weg zur Hölle ist mit guten Absichten gepflastert: Die junge Baby Doll (Emily Browning) wollte eigentlich nur ihren sadistischen Stiefvater davon abhalten, ihre Schwester und sie zu missbrauchen, aber aufgrund unglücklicher Umstände ist plötzlich sie als gefährlich gebrandmarkt und in eine Nervenheilanstalt eingeliefert worden. Dort droht ihr, abgesehen vom sadistischen Wächter Blue (Oscar Isaac), ein noch schlimmeres Schicksal, nämlich ein chirurgischer Eingriff am Gehirn, der von einem Arzt (Jon Hamm) in fünf Tagen vorgenommen werden soll. Doch Baby Dolls Einbildungs- und Vorstellungskraft sprengt alle Grenzen, mit deren Hilfe sie in ihrem Kopf die Klinik in einen phantastischen Nachtclub versetzt, in dem die Insassinnen als Tänzerinnen von der harten Dr. Gorski (Carla Gugino) gedrillt und trainiert werden. Doch Aufgeben ist keine Option und Baby Doll versichert sich der Hilfe von vier Mitstreiterinnen, um fünf geheimnisvolle Objekte zu finden, die sie vor ihrem schlimmen Schicksal bewahren können. Gemeinsam mit Rocket (Jena Malone), Blondie (Vanessa Hudgens), Amber (Jamie Chung) und Sweat Pea (Abbie Cornish) muss sie sich durch phantastische Welten voller riesiger Samurais, Nazis, Drachen und Orks kämpfen, geführt von den Ratschlägen und Hinweisen eines weisen Mannes (Scott Glenn)...
(Quelle: ofdb.de (c) Moonshade)


(c) 2011 Warner Bros. Entertainment Inc.
Meinung:

Mit seinem mittlerweile fünften Spielfilm zeigt Znyder ganz klar, dass es audiovisuell verdammt viel auf den Kasten hat und man merkt schnell, dass er seine Ursprünge in Musikvideo- sowie Werbespot-Bereich hatte.
Somit ist Znyder ein absolutes Eye-Candy gelungen, mit zauberhaften und ausdrucksstarken Bildern, wunderbaren Settings und einen brachialen Sound.
Die Szenen in Babydolls Fantasien sind atemberaubend und auch die dreckige Atmospähre in der Irrenanstalt ist grandios.
Unterlegt ist der ganze Film mit einem wirklich verdammt guten Soundtrack und bombastischen Sound. 
Zack Snyder musste sich schon vor Kinostart von Sucker Punch ordentlich Kritik gefallen lassen, so wurde ihm von vielen vorgeworfen, dass die Kostüme der leichtbekleideten Damen sexistisch sind, dass der Film eine unsinnige Handlung aufweist und und und.
Meiner Meinung nach alles Quatsch, die Story ist zwar nicht oscarverdächtig, muss sie aber auch gar nicht sein.
Die Mädchen sind allesamt verdammt hübsch und passen perfekt zum Film, der in jeglicher Beziehung einfach verdammt geil aussieht.
So gelangt Babydoll in ihrer Fantasie in verschiedenen Welten und muss sich mit allerlei fiesen Gegnern auseinandersetzen.
So muss sich im altertümlichen Japan gegen übergroße Samuraikrieger kämpfen.
Im ersten Weltkrieg deutsche Zombie-Soldaten reihenweise ummähen sowie in einer Burg gegen Orks und einem riesigen Drachen kämpfen.
Auch wenn ich mich wiederhole, dass Ganze sieht dabei aber wirklich atemberaubend schön aus.
Und dann auch noch der Soundtrack und die Mädels, ach ja... da kann man sich glatt in den Film verlieben.

08/10

(c) 2011 Warner Bros. Entertainment Inc.


Shivers - Der Parasitenmörder (1975)


(c) 2009 Splendid Film GmbH
Inhalt:

Unkontrollierbare Gewalt und bizarre sexuelle Verhaltensweisen breiten sich in der klaustrophobischen Abgeschiedenheit eines Montrealer Apartmentkomplexes aus und bedrohen die Menschheit.
Ein Wissenschaftler ist auf der Suche nach einem Parasiten, der Organverpflanzung überflüssig macht.
Er möchte einen Organismus erschaffen, der den triebhaften Urinstinkt des Menschen neu beleben soll.
Als er an einer jungen Frau experimentiert, gerät das Experiment außer Kontrolle.
Der Parasit schaltet den verstand der Frau vollkommen aus, sie wird zu einer blutrünstigen und Menschenfleisch fressende Sexbestie.
Sie verkehrt mit unzähligen Männern, in denen sich der Parasit vermehrt und ausbreitet.
Alle die von dem Parasiten befallen werden, verwandeln sich in sexbesessene, mordlustige Bestien mit andersartigen sexuellen Phantasien.
(Quelle: DVD-Cover (c) 2009 Splendid Film GmbH)

Meinung:

Shiver - Der Parasitenmörder ist David Cronenbergs erster richtiger Spielfilm, zuvor hatte er nur einige Kurzfilme gedreht.
Obwohl es Cronenbergs erster Film war, lässt sich deutlich seine Handschrift erkennen und zeigt, in welche Richtung sich auch seine späteren Filme gehen werden.

(c) Splendid Film GmbH

Das Thema Sex zieht sich logischerweise durch den ganzen Film, so lässt der titelgebende Parasit die Menschen zu "Sex-Zombies" werden.
Sie werden liebeshungrig und über jede Art von sexueller Ausschweifung hemmungslos aus.
Cronenberg inzinierte mit Shivers- Der Parasitenmörder einen intelligenten, gesellschaftskritischen Horrorfilm, passend zur sexuellen Revolution der 60er/ 70er Jahre und spielt dabei auf allerlei sexuellen Vorlieben an, sei es gleichgeschlechtliche Liebe oder pervertierte Absonderlichkeiten wie Inzest.
Dabei wird der ganze Film von diversen Phallus-Symbolen durchzogen, dies fängt schon bei der Gestaltung des Parasits selbst an.

Shivers - Der Parasitenmörder fängt recht ruhig an und braucht einige Weile, bis er an Fahrt gewinnt.
Cronenberg setzt dabei auf einen sehr langsamen Spannungsaufbau, zu Anfang werden erst die verschiedenen Charaktere eingeführt, deren Beziehung untereinander beleuchtet sowie die räumlichen Gegebenheiten im Form des Apartmentkomplexes näher beschrieben.
Doch ab der zweiten Hälfte gewinnt der Film dann enorm an Fahrt.
Recht überzeugen kann der Film allerdings dennoch nicht, dafür bleibt er zu ruhig und freundlich, auch sind einige Szenen etwas unlogisch und die Schauspieler allesamt höchstens durchschnittlich.
Effekttechnisch ist der Film ganz ordentlich und es gibt einiges zusehen, gemessen an dem Alter des Films.

06/10

(c) Splendid Film GmbH

Draculas Witwe (1988)

(c) Kinowelt Home Entertainment GmbH
Inhalt:

Raymond Everett ist Besitzer eines Wachsfigurenkabinetts in Hollywood.
Als er eine Lieferung rumänischer Antiquitäten für seine bald geplante Dracula-Ausstellung erhält, befindet sich in einer dieser Kisten Vanessa, die Witwe von Dracula.
Vanessa ist von ihrer Reise nicht sonderlich angetan.
Sie hypnotisiert Raymond nd benutzt ihn fortan als Sklaven und versucht alles, um wieder in ihre alte Heimat Rumänien zu kommen.
Für Raymond beginnt nun ein Albtraum aus Blut, Gewalt und Tod...




Meinung:

Christopher Coppola (sollte ich der Nachname bekannt vorkommen liegt ihr richtig, sein Onkel ist der berühmte Francis Ford Coppola) verfilmte Ende der 80er Jahre diesen etwas sonderbaren Vampir-Trash.
Sonderbar, weil der Film irgendwie nichts halbes und nichts ganzes ist.
Anfangs wird sehr auf genretypischen Stimmungsaufbau gesetzt, mit Nebel und gruseliger Beleuchtung und einer wirklich sehr interessanten Farbdramaturgie, das Ganze wird aber leider nicht konsequent durchgezogen und verläuft sich im Laufe des Films weitgehenst.
Die somit anfangs aufgebaute Atmosphäre verwandelt sich so schnell in (unfreiwillige?) Komik, dem Film fehlt die nötige Ernsthaftigkeit.
(c) 1988 Studiocanal Image
Die Effekte sind teilweise echt hart und wirklich gelungen, es gibt einige echt schöne Latexmasken und -Effekte zu bewundern, dann widerum gibt es Effekte die eher weniger gelungen sind.
Die Schauspieler sind, bis auf ein paar wenige Ausnahmen, auch nicht überzeugend und agieren manchmal mehr als dumm.
Allen voran Silvia Kristel, die aus den Niederlanden stammende Schauspielerin, die den meisten besser bekannt sein dürfte als Emmanuell-Darstellerin, als Witwe von Dracula ist wirklich mehr als schlecht.

Wie gesagt, der Film ist nichts halbes und nichts ganzes, anfangs ernst und Atmospärisch, später ziemlich trashig und dumm, kann er irgendwie nicht wirklich begeistern, ist auf Grund seiner Old-school-Effekte für Fans von 80er Jahre-Horrorfilmen vielleicht dennoch ein Blick wert.

05/10

(c) 1988 Studiocanal Image

Donnerstag, 1. November 2012

Wolfman (2010)

(c) 2010 Universal Studios
Inhalt:

Als sein Bruder Ben verschwindet, kehr Lawrence Talbot widerwillig auf den landsitz seines Vaters (Anthony Hopkins) zurück.
Mit Bens schöner Verlobten Gwen Conliffe (Emily Blunt) sucht Lawrence nach dem Vermissten.
Dabei stößt er auf die Spur einer blutrünstigen Bestie, die in Vollmondnächten auf Menschenjagd geht.
Auch ein inspektor von Scotland Yard (Hugo Weaving) will die mysteriöse Mordserie aufklären.
Doch Lawrence gibt die gefährliche Suche nicht auf.
Je näher er der teuflischen Kreatur kommt, desto tiefer gerät er in einen Strudel aus Wahnsinn und Mordlust...
(Quelle: DVD-Cover (c) 2010 Universal Studios)

 
(c) 2009 Universal Studio
Meinung:

Wolfman ist ein, von Joe Johnston (Jurassic Park 3) inziniertes Remake des 1941 erschienenen Genreklassikers Der Wolfsmensch mit dem großartigen Lon Chaney Jr., welches nur die Grundidee und einige Namen mit seiner Vorlage gemein hat, ansonsten aber eher in eine etwas andere Richtung geht.
Mit Stars wie Anthony Hopkins und Emily Blunt ist das Remake zudem mit einigen namhaften Schauspielern besetzt, die alle ordentliche Arbeit leisten, wobei an dieser Stelle das Potential nicht ganz ausgeschöpft wurde.

Die Kulisse des alten, viktorianischen Englands wurde perfekt umgesetzt und erzeugt so mit diversen gekonnt inzinierten Nebel- und Schatteneffekten eine gekonnt gruselige Athmosphäre, welche stark an die alten Universal-Klassiker der 30er und 40er Jahre erinnert.

Splatterfans dürften an diesem Film ebenso ihre Freude haben, so sind die Werwolfangriffe gut und äußerst brutal umgesetzt.
Bei einer blauen FSK-Freigabe ist das schon ein wenig verwunderlich.
Die Werwolf-Effekte dagegen sind teilweise grandios, teilweise aber auch nur besserer Durchschnitt, die CGI-Effekte fallen etwas negativ auf, ist aber zu verschmerzen.

Insgesamt kann der Film durch seine dichte Atmospäre und seiner Härte punkten, die Geschichte hat leider einige Längen und wirkt etwas langatmig, ein paar Minuten weniger hätten dem Film sicherlich ganz gut getan.

07/10

(c) 2009 Universal Studios