Mittwoch, 17. Oktober 2012

Samtpfötchen - Die Kung-Fu Katze von Chinatown (1978)

(c) 2012 Imperial Pictures
Inhalt:

Yüh-Ling, genannt Samtpfötchen, ist ein bezauberndes Mädchen von 19 Jahren.
Sie lebt mit ihren Eltern in einem Vorort von Hong Kong und ist ebenso begeisterte Anhängerin des Kung-Fu wie der Untermieter Li, der sich eines Tages über ihre morgendlichen Übungen lustig macht.
Nach einer kleineren Auseinandersetzung entscheidet sich Samtpfötchen, Li in ihre Kung-fu_Schule mitzunehmen, die von dem bekannten Drunken-Master geleitet wird.
Durch eine Verwechslung gerät Li jedoch in den Verdacht, gestohlen zu haben.
Arbeitet er mit Schmugglern zusammen? (Quelle Imperial Pictures)



Meinung:

Samtpfötchen - Die Kung-Fu Katze von Chinatown ist Kung-Fu-Klaumauk der übelsten Sorte.
Mit übel mein ich an dieser Stelle aber nicht unbedingt schlecht.
Fans des Genres werden bei diesem Film sicherlich auf ihre Kosten kommen, mir gefiel der Film stellenweise sogar ziemlich gut, Leute, die ohnehin aber wenig mit Kung-Fu-Filmen anfangen können sollten um diesen Film aber lieber einen weiten Bogen machen.
Der Humor ist zwar stellenweise hart an der Grenze der Dämlichkeit und geht manchmal etwas zu sehr in Richtung sinnloser Klamauk, es gibt aber viele Szenen die Spaß machen und das Ruder noch rumreißen können.
Wirklich ernst nehmen sollte man den Film sowie die Geschichte, welche gut 30 Minuten brauch um so langsam an Fahrt zu gewinnen, allerdings nicht., diese dient ohnehin nur als Aufhänger der verschiedenen Gags und Kampfszenen.
Die Kampfszenen sind nett anzusehen, wiederholen sich aber schnell und wirken etwas zu sehr choreographiert
Auch die schauspielerischen Leistungen heben sich nicht vom Klaumauk ab.
Die Charakter haben absolut keine Tiefe, was bei dieser Art von Film absolut zu verschmerzen ist, zudem baut Sum Cheung viele seiner Gags auf die körperlichen Eigenschaften seiner Charaktere auf.
Da wären unteranderem der riesige Hüne, ein kleiner Zwerg, welcher später zu "Schildkröte" wird, ein Gangster, welcher sichtliche Probleme hat, mit beiden Augen gleichzeitig in eine Richtung zu gucken sowie ein riesiger Haufen an weiterer mehr oder weniger intelligenten Ganoven.
Yui An An als Samtpfötchen dagegen ist klasse und beherrscht ihre Kampfchoreografie, anders als viele andere weiblichen Heldinnen in ähnlichen Produktionen.
Auch über John Cheung als Kellner Li kann man nicht meckern, er macht seinen Part ebenfalls sehr gut.
Lediglich Yang Pan Pan hätte meiner Meinung nach etwas mehr Screentime gut getan.

Fazit:

Sehr alberner Kung-Fu-Klamauk, den man eigentlich nur als Fan wirklich gut finden wird.
Die meisten Szenen wirken auf westliche Zuschauer ohnehin eher befremdlich.
Mir persönlich hat der Film aber gefallen.

06/10

Dienstag, 16. Oktober 2012

Evil Dead Remake - Erste Bilder!

Die ersten abgeknipsten Fotos von neuen Evil Dead-Remake sind aufgetaucht.
ganz sicher bin ich mir noch nicht, was ich vom Remake halten soll.
Die Bilder versprechen aber einiges, sehen wunderbar düster und hart aus.
Doch das könnte echt was werden.














The Undead - Strigoi (2009)

(c) Schrödermedia HandelsgmbH
Inhalt:

Als die Dorfbewohner Constantin Tirescu umbrachten, da hielten sie dies für einen Akt der Gerechtigkeit. Als Vlad Cozma nach Hause zurückkehrt und von dem mysteriösen Todesfall hört, da ist er sicher, dass es sich um Mord handelt. Vlad geht der Sache auf den Grund und findet bald Hinweise darauf, dass die größten Landbesitzer der Gegend im wahrsten Sinne des Wortes zu Blutsaugern geworden sind. Und der Ex-Kommunist Constantin Tirescu? Der ist der Meinung, dass mit ein bisschen Blut alles einfach besser schmeckt… (Quelle: Schrödermedia HandelsgmbH)


Meinung:

Schaut man sich das Cover der deutschen DVD an, erwartet man einen klassischen und düsteren Vampirfilm, der in die gleiche Kerbe schlägt, wie die klassischen Hammer oder Universal Vampirfilme.
Gleich vorweg, sollte man mit dieser Erwartung an nden Film herangehen wird man bitter enttäuscht werden.
Vielmehr kann die britisch-rumänische Produktion The Undead - Strigoi eher als Drama mit trockenen Wortwitz angesehen werden.

(c) Schrödermedia HandelsgmbH
In Rumänien spielend und unterlegt mit wunderbar passender Folklore-Musik liefert uns der Film eine interessante Geschichte, welche vage an den rümanischen Strigoi-Glauben angelehnt ist.
Hierbei hält sich der Film allerdings nicht ganz genau an den klassischen Strigoi-Glauben, spielt aber auf die wichtigsten und bekanntesten Eckpfeiler dieses Vampirglaubens an.
Der Film braucht anfangs einige Zeit, um an Fahrt zu gewinnen, kann letzendlich aber durch seine skurillen Charaktere, seiner Location sowie seiner "Andersartigkeit" überzeugen und sich so ein wenig aus der großen Masse der aktuellen Vampirfilme abheben.
Allzu groß dürfte das Budget zwar nicht ausgefallen sein, handwerklich gibt es allerdings nichts zu bemängeln.


Fazit:

Alle, die europäischen Horrorproduktionen grundsätzlich nicht abgeneigt sind, können durchaus mal einen Blick riskieren.
The Undead - Strigoi ist zwar kein Meisterwerk, für zwischendurch aber ganz nette Kost, die einfach in seiner Art etwas anders ist.

(c) Schrödermedia HandelsgmbH


05/10

Montag, 15. Oktober 2012

Tagebuch einer Nymphomanin (2008)

(c) 3L Film GmbH & Co. KG.
Inhalt:

Valérie Tasso (Belén Fabra) kennt keine Hemmungen.
Schon von der ersten Berührung eines Mannes an weiß sie, dass sie anders ist. Seit sie mit 15 ihr Faible für Sex entdeckt hat, will sie mehr und nimmt sich was sich bietet, um ihre unbändige Lust zu stillen.
Es folgen unzählige Abenteuer mit Männern, immer auf der Suche nach dem nächsten Höhepunkt.
Für Val ist klar: Sex ist ihr Leben...
Um ihren eigenen Grenzen auszureizen und das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden, entschließt sie sich in die Welt des bezahlten Sex zu tauchen.
Schon bald wird Val zur beliebtesten Edel-Prostituierten der Stadt.
Doch gleichzeitig brennt in ihr die Sehnsucht nach wahrer Liebe...
(Quelle DVD-Cover/ (c) 3L Film GmbH & Co. KG.)



Meinung:

Christian Molinas Adaption von Valérie Tassos Bestseller Autobiographie Tagebuch einer Nymphomanin könnte viel mehr sein, verläuft sich aber in seinen dramaturgischen Schwächen und seinen banalen Logikfehlern.
Klingt der Titel eher wie ein schmuddeliger Pornofilm, handelt es sich hierbei tatsächlich um spanisches Erotikdrama mit einer Prise Romantik.
Valéries Geschichte ist dabei grob in drei Teilen unterteilt.

(c) 3L Film GmbH & Co. KG.

Der erste große Abschnitt behandelt Valéries erstes Mal, welches sie mit 15 Jahren hatte.
Dabei wird näher auf ihre Gefühle eingegangen, auf ihre Ängste und auf ihre Nymphonie und wie diese sich entwickelt hat.
Dabei stellen wir fest, dass Valérie geprägt von Zweifel, Selbsthass und Sehnsucht nach wahrer Liebe ist.
Zudem plagt sie die immerwährende Angst vor dem Alleinsein.
Zudem versucht Sie verkrampft sich der gesellschaftlichen Normen anzupassen und hält sich selbst für unnormal, da sie anders als andere, normale Frauen ist.
Ihre Großmutter und gleichzeitig wichtigste Bezugsperson rät ihr, ihr Leben so zu leben, wie sie es glücklich macht.
Durch den plötzlichen Tod ihrer Großmutter und Verlust ihres Jobs verliert Valérie langsam die Orientierung und sehnt sich umso mehr nach wahrer Liebe...


(c) 3L Film GmbH & Co. KG.




Diese denkt sie gefunden zu haben, als sie bei einem Vorstellungsgespräch für einen neuen Job den Geschäftsmann Jaime (Leonardo Sbaraglia) kennenlernt.

Sie lässt sich von ihm zu einem Drink einladen und verliebt sich in ihn, um anschließend überstürzt mit ihm in eine gemeinsame Wohnung zu ziehen.
Valérie ist sich sicher, ihre wahre Liebe mit diesem Mann gefunden zu haben und so sieht sie auch darüber hinweg, dass Jaime es nicht schafft sie sexuell zu befriedigen.
Wahre Liebe scheint also wichtiger zu sein, als sexuelle Befriedigung, was ziemlich banal und unlogisch klingt, behalten wir im Hinterkopf, dass es sich doch um eine Nymphomanin handelt.
Sexuell frustriert und den ständigen  Eifersuchtsattacken ihres Freundes ausgesetzt merkt sie, dass ihr die Beziehung mit Jaime nicht gut bekommt und beschließt ihn zu verlassen, obwohl Valérie Jaime immernoch liebt.
Mit Hilfe ihrer besten Freundin schafft sie es aber Jaime zu verlassen.

(c) 3L Film GmbH & Co. KG.

Im dritten Abschnitt fällt der lieben Valérie dann wieder ein, dass Sex ja wesentlich besser ist als Liebe und beschließt einen Job in einem Edelbordell anzunehmen.
Gefiel ihr dies anfangs noch gut, sieht sie sich später immer mehr mit widerlichen Freiern konfrontiert.
An dieser Stelle wird  wird natürlich tief in der Klischeé-Kiste gegriffen und allerlei ekelhaftes Männer-Gesocks hervorgekramt.
Männer kommen generell im ganzen Film nicht wirklich gut weg, ohnehin entsprechen sämtliche Charaktere enstsprechenden Rollenklischeés.
Sei es von der schönen Nymphomanin, die von allen begehrt wird, über die besten Freundin von Valérie, die das nicht sonderlich hübsche, etwas dicke und verklemmte Mauerblümchen darstellt bishin zu den widerlichen und notgeilen Männern, kaum ein banales Klischeé wird hierbei ausgelassen.

(c) 3L Film GmbH & Co. KG.
 Fazit:

Der Film hat definitiv mit seinen Klischeés zu kämpfen, hat aber auch gewissen Momente und ist kein kompletter Reinfall.
Wenn man ehrlich ist, weiß der Film, wenn man über seine klischeéhafte Darstellung und ein paar kleinen Ungereimtheiten hinweg sieht, durchaus zu gefallen.
Gerade durch diese Schwächen wird einiges an Potenzial verschenkt, denn dieses hatte der Film auf jeden Fall.
Kleiner Wehrmutstropfen: Belén Fabra sieht nicht nur klasse aus, sondern macht auch ihre Aufgabe als Schauspielerin ganz ordentlich

05/10

Freitag, 12. Oktober 2012

Slow Torture Puke Chamber! (2010)

(c) 2010 Unearthed Films
Meinung:

Der dritte und letzte Teil von Lucifer Valentines Vomit Gore-Trilogie ist, wie auch seine beiden Vorgänger, wieder rein handwerklich ziemlich professionell gemacht, hebt sich aber ganz besonders negativ von eben diesen beiden ab.
Konnte der erste Teil durch seinen grandiosen Einsatz von Verzerrungen und Filtern begeistern und Teil 2 immerhin noch durch seine harten und gut gemachten Splatter-Effekte einiges reißen, ist Slow Torture Puke Chamber einfach nur noch ekelhaft, abstoßend und zutiefst pervers.
Valentine schraubt den Einsatz seiner experimentellen Filmtechniken bis auf ein Mindestmaß zurück, übertreibt es dafür umso mehr mit Kotz- und Urin-Szenen, die die beiden Vorgänger um Längen schlagen.


Anders als ReGOREgitated Sacrifice gibt es lediglich eineSplatterszene die Bestandteil einer knapp 20 qualvollen Minuten dauernden "Newborn-Porn"-Szene ist, die die überall so heiß diskutierte "Newborn-Porn"-Szene aus A Serbian Film wie liebevolles Kuscheln aussehen lässt.
Beide Filme sind übrigens von 2010, vielleicht hat das ja was zu bedeuten...
Besagte Szene aus Slow Torture Puke Chamber ist so ekelhaft, abstoßend, pervers, menschenunwürdig und moralisch verwerflich, dass ich kurz davor war, den Film abzuschalten.
Das die deutschen Jugendschützer hier noch nicht auf die Barrikaden gegangen sind, ist echt verwunderlich, aber vermutlich ist der Film einfach zu unbekannt...

Fazit:

Definitiv ein Film den ich mir nie wieder ansehen werde.


01/10

Donnerstag, 11. Oktober 2012

Zombie Nosh (1988)

(c) Cult Movie Entertainment
Inhalt:

Eine Gruppe von Jugendlichen möchte in einem Wald eine wilde Party mit Sex und Alkohol feiern.
Zur gleichen Zeit entdeckt ein Farmer nicht weit entfernt ein altes Grab mit einer Warnung, dass in ihm das Böse ruht.
Unbeeindruckt öffnet er das Grab und das Grauen nimmt seinen Lauf...





Meinung:

Bill Hinzman, vielen bekannt als Zombie aus George A. Romero's Night of the living Dead kehrt zurück - als Zombie.
Doch dieses Mal übernimmt Hinzman nicht nur die Rolle des garstigen Zombies, er zeichnet sich für diesen Low-Budget-Film auch noch verantwortlich und nimmt bequem Platz auf dem Regiestuhl.
Dabei bin ich mir absolut nicht sicher, ob Hinzman mit Zombie Nosh (oder auch Flesh Eater - Revenge of the living Dead) eine ehrfürchtige Huldigung an Night of the living Dead abliefern wollte, oder einfach nur verdammt dreist abgekupfert hat.

Dies tut an sich allerdings nicht wirklich was zur Sache.
Die Geschichte ist ziemlich banal und dient einzig und allein ein wenig Sex, Brüste und eine Menge Gore zu zeigen.
Den Sex und die Brüste kann man getrost vergessen, vorallem dank der Dauerwellen-Frisuren der Schauspielerinnen die, für meinen Geschmack, etwas zu sehr 80er-Jahre sind.
Wirklich trumpfen kann der Film nämlich mit seinen Unmengen an Splatter- und Goreszenen welche, bedenkt man, dass es sich hier wirklich um einen Low-Budget-Film handelt, sehr gut umgesetzt wurden.
Die Musik ist wunderbar atmospährisch und passt perfekt zu einem Zombiefilm.
Abgesehen von den gelungenen Effekten und dem Soundtrack bietet der Film leider nichts, was ihn positiv von der Masse der zig anderen Zombiefilme abhebt.
Die Schauspieler agieren eindimensional und emotionslos und die Dialoge sind strunzhohl.

Die deutsche Synchronisation schießt den Vogel allerdings in jeglicher Hinsicht ab.
Pornosynchro galore, die Synchronsprecher hören sich allesamt emotionslos und gelangweilt an (warum sollte man auch Emotionen zeigen, wenn man von Zombies attakiert wird? - Was ein Quatsch.), die Dialoge sind noch dümmer und teilweise wird ein und die selbe Synchronsprecherin für drei verschiedene Rollen benutzt (wenn ich mich nicht irre handelt es sich dabei um Mila Kunis aktuelle deutsche Synchronstimme gesprochen von Anja Stadlober, allerdings habe ich leider keine Quellen dafür finden können.)

Fazit:

Insgesamt ein ganz netter Low-Budget-Film den man sich in großer Runde mit ganz viel Bier sicher ganz gut anschauen kann, oder aber auch, wenn man auf Amateurfilme steht und in der Hinsicht eh schon vollkommen abgebrüht ist.
Die Gore-Effekte sind super, der Rest eigentlich schon wieder so schlecht, dass es wieder lustig ist.
Ich für meinen Teil hätte meinen Abend auch schlimmer verbringen können.

05/10

Mittwoch, 10. Oktober 2012

Gewinnspiel "Die Rache der Königscobra"

Passend zur bevorstehenden Veröffentlichung des Films "Die Rache der Königskobra" am 31.10.2012 verlose ich in Zusammenarbeit mit Schröder Medien je eine von insgesamt drei DVDs zum Film.

(c) Schrödermedia HandelsgmbH
Alles was ihr dazu tun müsst, ist diesen Beitrag unten in der Leiste entweder per Facebook, oder Twitter zu teilen.
Anschließend noch eure E Mail-Adresse als Kommentar eintragen (wird nicht veröffentlicht!) und fertig.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen!
Ausgewählt wird der Gewinner per Los, um teilnehmen zu können musst ihr mindestens 16 Jahre alt sein sowie in Deutschland wohnen.
Das Gewinnspiel endet am 07.11.2012, die Gewinner werden per E Mail von mir benachrichtigt.


Das Gewinnspiel ist vorbei!
Gewonnen haben:

Gregor K. aus Braunschweig
Tobias G. aus Geslenkirchen 
Frank S. aus Salzwedel

Herzlichen Glückwunsch!


Freitag, 5. Oktober 2012

ReGOREgitated Sacrifice (2007)

(c) 2010 Unearthed Films
Inhalt:

Der zweite Teil der Vomit Gore-Trilogie von Lucifer Valentine knüpft nahtlos an das Ende des Erstlings an.
Nachdem sich Angela Aberdeen in einer Badewanne das Leben genommen hat, erzählt der Film von ihrer Reise ins Jenseits.
Dabei wird sie Zeuge grauenvoller Morde, die alle in Verbindung mit ihrem Leben stehen und sie wird mit ihren eigenen inneren Dämonen konfrontiert.



Meinung:

Wie auch schon beim ersten Teil wird die Story wieder kaum durch den eigentlichen Film ersichtlich, auch hier empfiehlt es sich, sich nach dem Film noch sämtliches Bonus-Material zu Gemüte zu führen.
Ameara LaVey als Angela Aberdeen tritt dieses Mal ein wenig in den Hintergrund (was wahrscheinlich zum Teil auch daran liegt, dass sie bei den Dreharbeiten schwanger war), so wird das Hauptaugenmerk auf zwei Zwillinge gelegt, auch bekannt als die "The Black Angels Of Hell" welche im Film die gespaltene Persönlichkeit von Angela und ihre inneren bösen Dämonen darstellen sollen.

(c) 2007 Kingdom of Hell Productions, INC.
Das der Film wieder ein Experimentalfilm ist, wird schnell klar.
Lucifer Valentine arbeitet wieder viel mit verschiedenen Farb- und Bildeffekten, viel mit verschiedenen Kameraeinstellungen und Montage sowie atemberaubenden Geräuscheffekten, die eine unglaublich intensive und bedrückende Atmosphäre erzeugen, wie ich sie selten bei einem Film erlebt habe.
Stellenweise überkam mich ein so bedrückendes und unangenehmes Gefühl, dass ich kurz davor war den Film auszuschalten - und das alles nur durch die Soundkulisse!
Glücklicherweise hat Valentine dieses Mal aber weniger auf Stimmenverzerrung gesetzt, was in seinem Vorgängerfilm nach einiger Zeit etwas ermüdend wurde.
Technisch ist  ReGOREgitated Sacrifice damit auf einem genauso hohen, professionellen Niveau wie Slaughtered Vomit Dolls .
Sein Handwerk versteht der werte Herr Valentine auf jeden Fall, einfach Meisterhaft.
Auch die Splatterszenen und Morde sind ebenso professionell wie im Vorgänger, teilweise sogar noch um einiges härter, es wird enthauptet, Därme entfernt sowie eine Spinne vaginal eingeführt.
Näher geh ich auf die einzelnen Szenen nicht ein, technisch aber wieder ganz große Klasse.

Wo wir bei den negativen Punkten angelangt wären.
Wie auch schon in Slaughtered Vomit Dolls wird wieder jede nur denkbare Situation von Valentine dazu genutzt eine große Kotzorgie zu zelebrieren.
Gut, dass Valentine emetophil ist wissen wir ja bereits, allerdings sind diese Szenen für Leute ohne diese sexuelle Vorliebe (wie meine Wenigkeit und die meisten anderen Menschen) wieder nur schwer zu ertragen.
Unglücklicherweise setzt Valentine mit unappetitlichen Urin-Szenen die Messlatte noch um einiges höher.

Fazit:

Technisch wieder ganz große Klasse, die Fetisch-Szenen verhindern, dass der Film wirklich gefallen könnte.

04/10

Mittwoch, 3. Oktober 2012

Slaughtered Vomit Dolls (2005)

(c) 2009 Unearthed Films
Inhalt:

Die 13-jährige Angela Aberdeen läuft von zu Hause weg, nachdem sie die benachbarte Kirche in Brand gesteckt hat und arbeitet nun in einem Striplokal mit dem Wunsch genügend Geld zusammenszusparen um wieder zur Schule gehen zu können.
Nun mit 19 Jahren leidet Angela unter Bullemie, ist drogenabhängig und verdient sich ihr Geld dadurch, dass sie sich prostituiert.
Ihr bester Kunde ist ein Mann namens "Henry" welcher Serienkiller ist.
Sie gibt sich Satan hin und durchlebt eine qualvolle Tortur aus Hirngespinnsten und Träumen die ihren Höhepunkt in ihrem Suizid finden.

Meinung:

Die Geschichte des Films ist unter keinen Umständen für einen normalen Zuschauer ersichtlich, der "nur" den Film schaut.
Vielmehr muss man, um den Film als ganzes Werk zu verstehen, weiter nachforschen.
Es gibt zig Interviews auf Youtube oder in Foren , die Aufschluss darüber geben, was sich der Regisseur Lucifer Valentine überhaupt dabei gedacht hat (sehr sympatischer und netter Mensch übrigens).
Wichtig ist hierbei auch Valentines Vergangenheit und die Beziehung zu seiner Schwester sowie die Lebensumstände der Hauptdarstellerin Ameara LaVey.

(c) 2006 Kingdom of Hell Productions, INC.
Lucifer Valentine wuchs in Südafrika als Sohn zweier Satanisten auf.
Seine Schwester Cinderella war von Geburt an fast blind und konnte ihre Umwelt nur schemenhaft erkennen, zudem litt sie unter ADS.
Diese Krankheit machte sich dadurch bemerksam, dass sie häufig in fremden, unverständlichen Sprachen sprach, ihre Stimme entweder unnatürlich schrill und hoch, tief und männlich oder animalisch klang.
Teilweise sprach sie aber auch rückwärts oder extrem langsam, teilweise verzerrte sie einzelne Sätze auf eine Länge von mehreren Minuten, dies lässt Valentine später in seinem Film einfließen, indem er fast sämtliche Stimmen verzerrt und bearbeitet.
Valentine war ihr einziger Bezugspartner, da die Eltern häufig aus beruflichen Gründen keine Zeit hatten und so kam es, dass Valentine sich hauptsächlich um seine kleine Schwester kümmerte und so die wichtigste Person in ihren Leben wurde.
Dadurch, dass er die wichtigste Person in Cinderellas Leben war, entwickelte sich zwischen den beiden eine inzestuöse Liebesbeziehung.
Ein weiterer wichtiger Begleiter im Leben der beiden war Valentines Kamera, mit dem er unzählige Videos seiner kleinen Schwester machte.

Als Lucifer Valentine älter wurde überkam ihn die Lust zu reisen und so besuchte er die verschiedensten Länder und Städte der Welt, unteranderem auch Helsinki in Finnland.
Diese Station in seinem Leben ist ebenfalls, wie das Verhaltnis zu seiner Schwester, sehr prägend für seinen Film "Slaughtered Vomit Dolls", da er hier zum ersten Mal mit den europäischen Fetisch-Hardcore-Pornos von MaxHardcore in Berührung kommt.
In Interviews verrät er, dass er durch die "Puke-Fucking"-Pornofilme von MaxHardcore festgestellt hat, dass er emetophil war, also sexuelle Erregung durch Erbrechen und Erbrochenen bezieht.

(c) 2006 Kingdom of Hell Productions, INC.
Die dritte wichtige Station in seinem Leben war eine Reise nach Kanada.
In Kanada lernte er Ameara LaVey kennen, eine drogenabhängige 19 Jahre alte Stripperin und Pornodarstellerin.
Valentine fing, obwohl er seine Schwester immernoch liebte, eine Beziehung mit Ameara an, da er für sie ebenfalls anfing Gefühle zu entwickeln.
Nach einem Streit mit ihrem leiblichen Vater wurde Ameara obdachlos und Lucifer Valentine nahm sie bei sich auf, unter der Bedingung, dass sie alles tun musste, was er von ihr verlangte und er sie bei allem 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche filmen durfte.
Viele dieser Aufnahmen fanden später ihren Weg in den Film.

Diese drei Stationen in Valentines Leben bilden somit quasi die Eckpfeiler und Hauptinsperationen für seinen Film.
Um den Film ganz zu verstehen sollte man sich allerdings über das Internet und mit Hilfe des Zusatzmaterials auf der DVD zusätzlich informieren.

Um nun zum wesentlichen zu kommen, zum Film an sich.
Lucifer Valentine spielt mit extrem vielen verschiedenen Arten von Filtern und Effekten.
Es werden Stimmen verzerrt, Bilder extrem weichgezeichnet und soweit es geht verfremdet, dadurch wirkt der ganze Film äußerst surreal, was ihm zu Gute kommt, da er so immerhin etwas erträglicher wird.
Dabei musste ich immer an den japanischen Horrorfilm "Hausu" denken.
Durch die ganzen Verfremdungen, bizarren Farbkontraste wirkt der Film sehr experiementell und künstlerisch.
Eine gewisse Professionalität kann man dem Film überdies nicht absprechen, obwohl mit einer Handkamera gefilmt wurde und das Budget wohl sehr gering ausgefallen sein dürfte, sieht das Bild gut und hochwertig aus.
In Anbetracht dieser Tatsache muss man eigentlich sogar zugeben, dass die Effekte genial sind, vorallem die Splattereffekte sind hart und sehen echt verdammt real aus.
Hier hat Lucifer Valentine also ganze Arbeit geleistet.
Und wo wir beim Thema Gewalt wären, im Zeitalter wo kaum noch ein Film durch Gewalt die Horrorzuschauer schockieren kann verbindet Valentine einfach harte Gewaltszenen mit seiner persönlichen Vorliebe für Erbrochenes und kreiert so mal eben ein komplett neues Genre "Vomit-Gore".
Und das der werte Herr Valentine, so wie auch alle anderen beteiligten Schauspieler, emetophil sind merkt man relativ schnell.
So wird regelmäßig freudig die Entleerung des Magens genüsslich und in qualvoller Slow-Motion zelebriert.
Mal munter auf einen Glastisch, mal in einen zuvor geöffneten Schädel oder auch in einen Bierkrug um diesen anschließend wieder zu leeren.
Diese Szenen sind zum Leidwesen der meisten Zuschauer leider nicht gestellt sondern vollkommen echt.
Um das Erbrochene rot zu färben sollen die Schauspieler übrigens Holzkohle gegessen haben, um Giftstoffe im Magen anzusammeln, ob's stimmt kann ich leider nicht beurteilen.


(c) 2006 Kingdom of Hell Productions, INC.
Fazit:

Ob man "Vomit Gore"-Filme nun sehen möchte oder nicht muss jeder für sich selbst entscheiden, mein Fall sind sie nicht.
Allerdings muss ich zugeben, dass mir der Film, abgesehen von den Kotzszenen zwischendurch, eigentlich ganz gut gefallen hat.
Mir gefiel das Surreale und die professionelle Art, mit der Lucifer Valentine den Film gemacht hat.
Man muss den Film, wenn man überhaupt bereit ist, ihm eine Chance zu geben, wirklich objektiv gegenübertreten.
Denn wenn man fair ist, ist der Film wirklich gut gemacht, lediglich die vielen Kotzszenen sind, zumindest für mich, unnötig, der Rest gefiel mir aber sehr.

Ein zweites Mal werde ich mir den Film wohl kaum anschauen, da der Film aber Teil einer Trilogie ist, werde ich den anderen beiden aber auch eine Chance geben.

Bei einer eindeutigen Bewertung tue ich mich echt schwer, ohne die besagten Kotzszenen würde der Film sicherlich 08 von 10 Punkten bekommen, diese Szenen stören mich allerdings sehr, daher würde ich den Film eher mit 05 von 10 Punkten bewerten.




Dienstag, 2. Oktober 2012

Cannibal Diner (2012)

© 2012 Mondaymovies International. All rights reserved.
Inhalt:

Was die Nachwuchs-Models Kati (Alexandra Lesch) und Tanja (Kristina Rohder, Miss Universe Germany 2010) als ausgelassene Geburtstagsparty für Katis jüngere Schwester Celine (Lara Baum) geplant haben, entwickelt sich zu einem grausamen Albtraum.

Während auf dem Zeltplatz ein Partygast nach dem Anderen verschwindet, verfährt sich Kati auf dem Weg in die tiefsten Wälder.
Als dann auch noch ihr Wagen gestohlen wird und sie auf Rat einer Landstreicherin (Jessica Klauss) ein Sperrgebiet durchwandert, gerät sie in die Fänge einer grausamen Kannibalenfamilie, die ihren Tisch schon längst gedeckt hat und nach neuen Fleisch giert... (Quelle: Mondaymovies International)
 

Meinung:
© 2012 Mondaymovies International. All rights reserved.

Cannibal Diner ist der zweite Film von Frank W. Montag, welcher sich auch schon 2007 durch den deutschen Amateurfilm "Slasher" auf sich aufmerksam machte.
Wie bei vielen Backwood-Slashern ist auch bei Cannibal Diner die Story schnell erzählt, wobei dieser wie so oft aber auch nur als Aufhänger dient und nicht weiter wichtig ist.
Die Schauspieler machen ihre Arbeit größtenteils ganz gut, lediglich Lara Baum als Celine bietet uns Overacting in Reinform, dies schieben wir aber einfach mal auf ihr noch junges Alter.
Zu begeistern wissen dagegen Jessica Klauss, die einen Auftritt als Whisky-trinkende Hinterwäldler-Landstreicherin hat und so zumindest für einen Lacher sorgen kann sowie die Kinderdarstellerin die mit einen der besten Stellen im Film einnimmt.
Die Hauptdarstellerin Alexandra Lesch scheint sich gut in ihre Rolle eingespielt zu haben, hatte aber gewisse Probleme die Dialoge glaubhaft rüberzubringen, stört allerdings nicht allzusehr, da bis auf ein paar Flüchen im Verlauf des Films immer weniger gesprochen wird und dabei lieber versucht wird eine beklemmende Atmosphäre aufzubauen.
Wo wir bei der Atmospäre wären - diese ist teilweise echt bedrückend und unheimlich geworden, was vorallem an der Wahl des alten Farbikgebäudes als Location liegt.
Die bedrückende Atmosphäre findet ihren Höhepunkt in dem sehr stark an [REC] erinnernde Handkamera-Szene.
Statt harten Splattereffekten wird hier ebenfalls mehr auf Atmosphäre gesetzt, was die niedrige FSK 16-Freigabe erklärt.
Es gibt zwar Splatter-Effekte, diese sind aber recht zahm und werden kaum einen Horrorfan schocken.
Für die Musikauswahl zeigte sich ebenfalls Frank W. Montag zuständig, diese ist wirklich verdammt gut und trägt maßgeblich zur beklemmenden Grundstimmung bei, ist aber teilweise etwas zu viel und wirkt "epischer" als es zum Film passt.



Fazit:

Man merkt dem Film sein geringes Budget definitiv an, allerdings merkt man auch, dass eine ganze Portion Herzblut in den Film geflossen ist.
Die Schauspielerinnen machen ihre Arbeit größtenteils ganz gut und sind allesamt ganz hübsch anzusehen.
Es wird wenig gesprochen, dafür aber viel geflucht und geschrien.
Neu macht Cannibal Diner sicherlich nichts, er hat seine Schwächen und Logikfehler, für Fans deutscher Filme könnte er aber dennoch ein Blick wert sein.

© 2012 Mondaymovies International. All rights reserved.
05/10


Bundesstart in Deutschland ist der 18.10.2012!